zu den Biografien

Luise Pakull

8. November 1895, Eiberg – 8. Dezember 1944, Berlin-Plötzensee

Luise Pakull ar­bei­tet nach dem Be­such der Volks­schule als Haus­ange­stellte. Hier kommt sie in den 1920er Jahren in Kon­takt mit den Lehren der Erns­ten Bibel­for­scher (ab 1931 Zeugen Jehovas) und wen­det sich der Glau­bens­gemein­schaft zu. Auch nach dem Ver­bot der Zeugen Jehovas in Preußen im Juni 1933 hält sie an ihren Glau­bens­über­zeu­gun­gen fest.

Luise Pakull ar­bei­tet bei einer Fami­lie im Haushalt, die eben­falls den Zeugen Jehovas an­ge­hört. Sie be­tei­ligt sich an der Missions­tätigkeit, nimmt an ver­bo­te­nen Zu­sammen­künften teil und ver­brei­tet ille­gal her­ge­stellte Publi­katio­nen und Flug­blät­ter. Im Februar 1937 wird sie des­halb vom Sonder­gericht Düssel­dorf zu einer drei­mona­ti­gen Haft­strafe ver­ur­teilt.

Ende Januar 1944 wird Luise Pakull er­neut we­gen der Ver­brei­tung ver­boten­er Schrif­ten der Zeugen Jehovas fest­ge­nom­men und zu­nächst in Essen in­haf­tiert.

Sie wird am 5. Juli in das Land­gerichts­gefäng­nis Pots­dam über­stellt und ge­mein­sam mit sechs wei­te­ren Zeugen Jehovas am 4. August 1944 vom 6. Senat des „Volks­gerichts­hofs” wegen „Wehr­kraft­zer­setzung in Ver­bin­dung mit landes­verräterischer Be­güns­ti­gung des Feindes” zum Tode ver­ur­teilt. 

Luise Pakull wird am 8. Dezember 1944 im Straf­gefäng­nis Berlin-Plötzen­see er­mor­det. 

Heute er­innert ein Stolper­stein an ihrem ehe­maligen Wohn­ort in Neuss an ihr Schick­sal.

Luise Pakull