zu den Biografien

Hanni Meyer

geb. Lindenberger

14. Februar 1921, Berlin – 4. März 1943, Berlin-Plötzensee

Hanni Meyer

Hanni Lindenberger wächst in einer Ar­bei­ter­familie auf und absol­viert die Mittel­schule und eine pri­va­te Han­dels­schu­le. Sie erlernt das Putz­ma­cher­hand­werk, bis ihr die Tätig­keit 1938 auf­grund der „Ari­sie­rung” ihres Lehr­be­triebs ver­wehrt wird. 

Hanni Lindenberger ist Mit­glied im Bund Deutsch-Jüdi­scher Jugend und arbeitet bis 1940 im Jü­dischen Kin­der­garten in der Berliner Gips­straße. Über ihren späteren Ehe­mann, den Schlos­ser Gerhard Meyer, sowie über ihre Kollegin Sala Koch­mann kommt sie in Kontakt mit Herbert und Marianne Baum und schließt sich der Wider­stands­gruppe um die bei­den an.

Ab Oktober 1940 muss sie in der Lam­pen­schirm­fabrik Paulus in Berlin-Kreuz­berg Zwangs­arbeit leisten.  

Nach­dem einige Mit­glieder am 18. Mai 1942 einen Brand­an­schlag auf die im Berliner Lust­garten gezeigte NS-Pro­pa­gan­da­aus­stel­lung „Das Sowjet­pa­ra­dies” ver­übt haben, wird die Grup­pe ent-tarnt und es erfolgt eine Welle von meh­re­ren Fest­nah­men. Ger­hard Meyer und andere Betei­li­gte wer­den bereits am 22. Mai 1942 in­haf­tiert. 

Hanni Meyer wird am 3. Juni 1942 fest­ge­nom­men, am 10. De­zem­ber 1942 vom „Volks­ge­richts­hof” zum Tode ver­ur­teilt und am 4. März 1943 im Straf­ge­fäng­nis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Ihr Mann wird am 16. Juli 1942 vom Son­der­ge­richt V bei dem Land­ge­richt Berlin zum Tode ver­ur­teilt und am 18. August 1942 in Plötzen­see er­mor­det. 

Ihr Vater Adolf stirbt am 12. Dezember 1941, ihre Mutter Dora wird am 28. Juni 1943 nach Auschwitz de­por­tiert.