zu den Biografien

Frieda Krüger

31. August 1900, Berlin – 15. Dezember 1991, Berlin

Die ge­lernte Steno­typistin und Tele­fonis­tin Frieda Krüger ge­hört seit 1919 der KPD an. Mit 20 Jahren geht sie zum ersten Mal nach Moskau und ist dort in der Kommu­nis­ti­schen Ju­gend-Inter­natio­nalen (KJI) beschäftigt. Wieder zurück in Berlin, ar­bei­tet sie für kurze Zeit zunächst für das Zentral­komitee (ZK) der KPD und dann bis 1927 für die sow­jetische Handels­ver­tre­tung. Nach einem weite­ren Aufent­halt in Moskau wird sie Frauen­leiterin der KPD Berlin-Branden­burg. 

1929 in das Zentral­kommitee ge­wählt, wird Frieda Krüger im gleichen Jahr Berli­ner Stadt­ver­ordnete der KPD.  Ihre poli­tische Lauf­bahn setzt sie als Frauen­leiterin der Re­volut­ionären Gewerk­schafts-Opposi­tion (RGO) fort und geht Anfang der 1930er Jahre erneut nach Moskau. Dort ist sie bis 1934 im Frauen­sekretariat der Roten Gewerk­schafts-Inter­nationa­len (RGI) tätig. 

Nach der Macht­übernah­me durch die National­sozialis­ten wird nach ihr als hoher KPD-Funktionärin po­lizei­lich ge­fahn­det. Bis 1937 arbeitet sie trotz der damit ver­bundenen Gefah­ren von der Tschecho­slowa­kei aus für die nun ver­botene KPD. Ihr gelingt es, als Kurierin mehr­fach die Gren­ze nach Deutsch­land zu pas­sie­ren und Materialien ins Land zu bringen. 

Seit August 1937 lebt sie in der Schweiz und hält aus Sicher­heits­grün­den nur noch lose ihre Ver­bin­dungen zu deut­schen Par­tei­ge­nos­sin­nen- und Ge­nos­sen auf­recht.

Im Oktober 1945 kehrt Frieda Krüger in ihre Heimat­stadt Berlin zurück. Sie en­ga­giert sich als Frauen­sekretärin im Freien Deut­schen Gewerk­schafts­bund (FDGB) und ist im Bundes­vorstand der Orga­nisa­tion aktiv. 

Nach ihrem Um­zug von West- nach Ost-Berlin 1949 ist sie erste Vor­sit­zende der Gewerk­schaft Handel und seit 1953 als Inspek­teurin und Re­ferentin beim Vor­sitzen­den des FDGB-Bundes­vor­stan­des Herbert Warnke tätig.

Frieda Krüger