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Ilse Rewald

geb. Basch

22. März 1918, Berlin – 15. Dezember 2005, Berlin

Ilse Rewald leistet ab 1941 in dem Rüstungs­betrieb „Deutsche Benzinuhren“ in Berlin Zwangsarbeit. Als ihre Mutter und ihre Tante im Januar 1942 die Auf­forderung zur De­portation erhalten, wollen Ilse Rewald und ihr Mann sie begleiten. Werner Rewald wird jedoch von seiner Zwangs­arbeit bei der Reichsbahn nicht frei­gestellt.

Am 11. Januar 1943 flüchten die Rewalds in den Unter­grund. Zunächst müssen sie sich getrennt verstecken. Das erste Jahr bleibt Ilse Rewald bei Käthe Pickardt und ihrer Tochter Ursula. 

Die nicht­jüdischen Berlinerinnen Martha Barth und ihre Tochter Lotte Regge unterstützen Rewalds mit Lebens­mitteln. Immer wieder finden sie auch bei Elsa Chotzen, die sie seit vielen Jahren kennen, Zuflucht. Auch sie versorgt Ilse und Werner Rewald in der Illegalität mit Lebensmitteln.   

Nach einiger Zeit gelingt es dem Paar, gefälschte Papiere zu bekommen. Fritz Wolzen­burg, Werner Rewalds Chef bei der Reichsbahn, besorgt für die beiden Reichsbahn­papiere mit amtlichen Stempeln. Aus Ilse Rewald wird Maria Treptow. Um Geld zu verdienen, nimmt sie verschiedene Gelegen­heitsarbeiten an.

Im Januar 1944 verliert Ilse Rewald ihr Quartier bei Pickardts, weil die Wohnung bei einem Luft­angriff zerstört wird. Danach nimmt Hanning Schröder Ilse und Werner Rewald im Februar 1944 in seinem Haus auf. Dort er­leben sie gemeinsam das Kriegs­ende.

Ilse Rewald berichtet bis zu ihrem Tod 2005 immer wieder als Zeitzeugin von ihren Erlebnissen. 

Ilse Rewald 

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