zu den Biografien

Else Megelin

geb. Taege

23. August 1905, Berlin – 28. Januar 1986, Berlin

Else Taege wird 1905 in eine Ber­li­ner Unter­nehmer­familie hinein ge­bo­ren. Mit 15 Jahren schließt sie sich der Sozia­lis­tischen Ar­bei­ter­ju­gend (SAJ) und drei Jahre später der SPD an. Sie ist von 1925 bis 1933 Frauen­leiterin der SPD im Prenzlauer Berg und von 1923 bis 1927 Mitglied im Zentral­verband der Angestellten. 

Darüber hinaus ist sie auch im Frei­denker­verband und bei den Kinder­freunden en­ga­giert. 

Im August 1933 wird die Ver­wal­tungs­an­ge­stell­te des Bezirks Prenzlauer Berg an ihrem Arbeits­platz fest­ge­nom­men. Ihr wird vor­ge­wor­fen, sich für die von ihrem späteren Ehe­mann Kurt Megelin mit­an­ge­führ­ten so­zia­lis­tische Wider­stands­gruppe „Roter Stoßtrupp“ en­ga­giert zu haben. Aus po­li­ti­schen Grün­den ver­liert sie zu­dem ihre Stellung. Else Megelin bleibt vom 10. August 1933 bis zum 29. Mai 1934 in „Schutz­haft“ und wird mehr­fach ver­nom­men. 

Nach ihrer Ent­lassung ver­wal­tet Else Megelin die Gelder vom „Roten Stoßtrupp“, be­wahrt in ihrer Woh­nung die Zei­tung der Gruppe auf und ver­teilt sie weiter. Bis in die 1940er Jahre arbeitet sie bei „Wünsch Herrenmoden“ in der Leipziger Straße, danach ist sie als Sekretärin im Be­trieb des sozial­demo­kra­ti­schen Gewerk­schafters Wilhelm Leuschner be­schäf­tigt.

Nach Kriegs­ende tritt Else Megelin erneut in die SPD ein und ar­bei­tet im Frauen­aus­schuss der sozialis­tisch­en Arbeits­gemein­schaft mit. Sie stirbt 1986 in West-Berlin.

Else Megelin