zu den Biografien

Elisabeth Bruhn

geb. Holz

26. Dezember 1893, Nesserdeich – 14. Februar 1944, KZ Neuengamme

Elisabeth Holz ar­bei­tet schon während der Schul­zeit als Kin­de­r­mäd­chen. Nach ihrem Schul­ab­schluss geht sie nach Kiel, wo sie als Haus­an­ge­stell­te tätig ist, spä­ter ist sie Ar­bei­ter­in bei der Ei­sen­bahn. Im Alter von 20 Jahren hei­ra­tet sie 1913 Gustav Bruhn, im sel­ben Jahr kommt Sohn Heinrich auf die Welt. 

In der Wei­ma­rer Re­pu­blik en­ga­giert sich Elisabeth Bruhn in der KPD und leitet in Dith­mar­schen den Jung-Spar­ta­kus-Bund (JSB), die Kin­der­organisation der KPD. Als ihr Mann 1928 für die KPD kan­di­diert und in den Preu­ßi­schen Land­tag ge­wählt wird, zieht die Familie nach Altona. 

Nach der na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Macht­über­nah­me be­tei­ligt sich das Paar am Wie­der­auf­bau der nun ver­bo­te­nen KPD. 1934 wird Elisabeth erst­mals fest­ge­nom­men und vor dem Han­sea­ti­sch­en Ober­lan­des­ge­richt zu zwei Jahren Ge­fäng­nis ver­ur­teilt. In den kom­men­den Jah­ren wer­den beide im­mer wie­der in­haf­tiert. Auch ihr Sohn Hein­rich und die Schwie­ger­toch­ter Edith werden wegen ih­rer Be­tä­ti­gung für die KPD ver­folgt.

Wäh­rend des Zwei­ten Welt­krie­ges schließen sich Elisabeth und Gustav Bruhn der Ham­bur­ger Wider­stands­grup­pe um Bernhard Bäst­lein und Robert Abs­hagen an. Elisabeth Bruhn un­ter­stützt unter­ge­tauch­te Kom­mu­nis­ten und ver­netzt Funk­tio­nä­re mit­ei­nan­der. Am 18. Oktober 1942 wer­den sie und ihr Mann er­neut in­haf­tiert. 

Als sie wegen eines alli­ier­ten Luft­an­grif­fes auf Ham­burg Haft­ur­laub be­kom­men, tau­chen Elisabeth und Gustav Bruhn unter. Bei­de wer­den ver­ra­ten, wie­der fest­ge­nom­men und auf Befehl von Hein­rich Himmler am 14. Fe­bru­ar 1944 im KZ Neu­en­gam­me er­mor­det.

Heute liegt vor Elisabeth Bruhns ehe­ma­li­gem Wohn­ort in Ham­burg-Alto­na ein Stol­per­stein. Seit 1964 er­in­nert zudem ein Ge­denk­stein auf dem Fried­hof in Ham­burg-Ohls­dorf an das Ehe­paar Bruhn.

Elisabeth Bruhn