zu den Biografien

Edith Baumann

1. August 1909, Berlin – 7. April 1973, Berlin

Edith Baumann wird in eine Ber­liner Arbeiter­familie hin­ein geboren. Nach Be­such der Mittel-und Höheren Handels­schule arbeitet sie als Steno­typistin. Schon im jugend­lichen Alter or­gani­siert sie sich po­litisch, zu­nächst im Zentral­verband der An­ge­stell­ten und dann in der Sozia­lis­tischen Arbeiter­jugend (SAJ). 

Ab 1931 ist Edith Baumann Mit­glied der Sozia­lis­tischen Arbeiter­partei Deutsch­lands (SAP) und en­gagiert sich in deren Jugend­organisation, dem Sozia­lis­tischen Jugend­verband Deutsch­lands (SJV). Dort über­nimmt sie lei­tende Funk­tionen.

Seit dem Früh­jahr 1933 leistet Edith Baumann Wider­stand gegen die na­tio­nal­so­zia­lis­ti­sche Diktatur. Sie hält die Struk­turen der nun ver­bo­ten­en SAP und des SJVD auf­recht und wird des­halb be­reits im August 1933 ver­haf­tet. Im Dezember 1934 ver­ur­teilt sie der „Volks­gerichtshof“ zu drei Jah­ren Ge­fängnis. Nach drei Jahren Haft kommt sie im Oktober 1936 aus dem Frauen­straf­ge­fäng­nis Barnimstraße wieder frei.

Nach Kriegs­ende tritt Edith Baumann in die SPD ein. Sie ist außer­dem an der Grün­dung der Freien Deutsch­en Jugend (FDJ) und des Demo­kratischen Frauen­bundes Deutsch­lands (DFD) beteiligt. In der DDR gehört sie dem Partei­vorstand der SED an und über­nimmt ver­schie­de­ne Funk­tio­nen in der Par­tei. Von 1947 bis 1953 ist sie mit Erich Hone­cker, dem spä­te­ren Staats­chef der DDR, ver­hei­ra­tet. Das Paar hat eine ge­mein­same Toch­ter. 

Bis zu ihrem Tod am 7. April 1973 ist Edith Baumann als Volks­kammer­abgeordnete, Stadt­ver­ord­ne­te, Stadt­rä­tin und Sek­re­tär­in des Ma­gis­trats von Ost­berlin tätig. 

Sie wird in der Gedenk­stätte der Sozialisten auf dem Zentral­friedhof Friedrichs­felde in Berlin-Lichten­berg bei­ge­setzt.

Edith Baumann