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Biografie

Käte Voelkner

12. April 1906, Danzig (Gdańsk) – 28. Juli 1943, Berlin-Plötzensee

Porträt der 35-jährigen Käte Voelkner. Sie hat schulterlange hellbraune bis blonde Locken, auf dem Kopf trägt sie einen seitlich sitzenden Hut. Sie schaut direkt in die Kamera und beißt sich leicht auf die Unterlippe. Sie trägt einen hochgeschlossenen Mantel und ein gepunktetes Halstuch

Käte Voelkner stammt aus einer Ar­bei­ter­fa­mi­lie und er­lernt den Beruf der Ste­no­ty­pis­tin. 

1925 lernt sie den Ar­tis­ten Johann Pod­siad­lo ken­nen, mit dem sie später zu­sam­men­lebt und zwei Söh­ne be­kommt. Un­ter dem Künst­ler­na­men Oldais tre­ten sie in ver­schie­de­nen Staa­ten Eu­ro­pas auf. Län­ge­re Zeit hal­ten sie sich in der Sowjet­uni­on auf und haben ein En­ga­ge­ment am Mos­kau­er Staats­zir­kus. 

Käte Voelkner kommt in Ver­bin­dung mit dem sowje­ti­schen Nach­rich­ten­dienst. Ende 1940 findet sie in Paris eine Be­schäf­ti­gung in der deut­schen Mili­tär­ver­wal­tung, im Amt der Pariser Dienst­stel­le des Gene­ral­be­voll­mäch­tig­ten für den Arbeits­ein­satz Fritz Sauckel. Johann Podsiadlo ar­bei­tet als Dol­met­scher für die Orga­ni­sa­tion Todt. Bei­de werden Mit­ar­bei­ter von Leopold Trepper in Frank­reich.

Im Ja­nuar 1943 wer­den Käte Voelkner und Johann Podsiadlo fest­ge­nom­men. Beide werden am 15. März 1943 in Paris vom Feld­ge­richt des Kom­man­die­ren­den Ge­ne­rals und Be­fehls­ha­bers im Luft­gau III zum Tode ver­ur­teilt, nach Berlin über­stellt und am 28. Juli 1943 im Straf­ge­fäng­nis Berlin-Plötzen­see er­mor­det. 

Porträt der 35-jährigen Käte Voelkner. Sie hat schulterlange hellbraune bis blonde Locken, auf dem Kopf trägt sie einen seitlich sitzenden Hut. Sie schaut direkt in die Kamera und beißt sich leicht auf die Unterlippe. Sie trägt einen hochgeschlossenen Mantel und ein gepunktetes Halstuch

Käte Voelkner 

Weiterführendes

Hans Voelkner: Salto mortale. Vom Rampenlicht zur unsichtbaren Front, 2. Aufl. Berlin 1990 

Hans Coppi: Die „Rote Kapelle” im Spannungsfeld von Widerstand und nachrichtendienstlicher Tätigkeit. Der Trepper-Report vom Juni 1943, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 3/1996, S. 431-458