Elfriede kommt 1903 als uneheliches Kind von Charlotte Wascheroel zur Welt. 1907 heiratet ihre Mutter den Bauarbeiter Hugo Pilz, der Elfriede als Tochter annimmt. Nach der Volksschule absolviert sie eine Ausbildung zur Stenotypistin und arbeitet anschließend in der sowjetischen Handelsvertretung in Berlin.
1925 heiratet sie den Schlosser und Kommunisten Walter Tygör, der 1933 ins Saargebiet emigriert. Ab 1935 ist sie als Stenotypistin bei der Preußischen Landespfandbriefanstalt beschäftigt.
Nach der Trennung von ihrem Mann lebt Elfriede Tygör mit Fritz Plön zusammen, der sich wie sie im kommunistischen Widerstand gegen das NS-Regime engagiert. Das Paar schließt sich der weitverzweigten Widerstandsgruppe um Robert Uhrig an. Elfriede Tygör übernimmt Schreibarbeiten, Kurierdienste und überlässt ihre Wohnung Uhrig und anderen für Besprechungen.
1941 kann die Gestapo die Widerstandsgruppe um Uhrig unterwandern und es kommt im Februar 1942 zu einer groß angelegten Verhaftungsaktion.
Elfriede Tygör wird am 4. Februar 1942 festgenommen und von der Gestapo nach Verhören in das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück verschleppt. Sie wird am 15. Februar 1944 gemeinsam mit Fritz Plön und neun weiteren Angehörigen der Widerstandsgruppe vor dem „Volksgerichtshof” angeklagt.
Elfriede Tygör wird am 7. Juli 1944 vom 5. Senat des „Volksgerichtshofs“ wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt und am 25. August 1944 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet. Ihr Lebensgefährte Fritz Plön wird drei Tage später im Zuchthaus Brandenburg-Görden ermordet.







