zu den Biografien

Elisabeth Teske

28. März 1928, Berlin – 1. August 1988, Berlin

Elisabeth Teske lebt mit ihren El­tern Luise und Wilhelm in Berlin. Die Eltern betreiben eine Schuh­macher­werk­statt. Als nach 1933 Jüdinnen und Juden immer mehr aus­ge­grenzt werden, halten Teskes dennoch zu ihren jüdischen Kundinnen und Kunden und Be­kannten, darunter auch ihre Nachbarin Annie Sachs. Elisabeth Teske lädt ihre jü­dischen Freundinnen und Freunde nach Hause ein, um sie gegen An­feind­ungen auf der Straße zu schützen. 

Teskes en­gagieren sich in der evange­lischen Religions­gemeinschaft „Christliche Versammlung“. 1937 geraten sie daher ins Visier der Gestapo. Wilhelm Teske wird verhört und ihre Wohnung mehr­fach durch­sucht.

Den­noch lassen Teskes sich nicht ein­schüchtern. Sie helfen jüdischen Ver­folgten bei der Flucht aus Deutsch­land. Auch be­wahren sie Ge­päck oder wichtige Pa­piere auf und be­sorgen Lebens­mittel und Medi­kamente. Elisabeth Teske unter­stützt ihre Eltern dabei. Sie über­nimmt Boten­gänge, besorgt zusätz­liche Nahrungs­mittel und bringt Essen zu jüdischen Nach­barinnen und Nachbarn.

Ab Januar 1943 be­her­bergen Teskes in ihrer kleinen Wohnung mehrere Monate die jü­dische Dol­metscherin Lilli Katzen­ellenbogen und versorgen sie auch bis Kriegs­ende mit Lebens­mitteln.

Nach dem Zweiten Welt­krieg schließt Elisabeth Teske die Aus­bildung als Haus­wirtschafts­leiterin am Berliner Pestalozzi-Fröbel-Haus ab. In den 1950er Jahren ist sie als Sozial­sekretärin des Christlichen Vereins Junger Menschen tätig. 1970 hei­ratet sie den Journalisten Paul-Karl Hofacker. Nach schwerer Krank­heit stirbt sie 1988.

Elisabeth Teske