zu den Biografien

Katharina Peters

geb. Kalbrunner

30. November 1897, Leimen – 29. September 1944, Berlin-Plötzensee

Katharina Peters

Katharina Kalbrunner ent­stammt einer Ar­bei­ter­familie und besucht die Volks- und Mäd­chen­schule in Leimen. Anschließend absolviert sie eine Leh­re als Schnei­de­rin und übt diesen Beruf bis 1914 aus. Von 1914 bis 1918 arbeitet sie in einer Heidel­ber­ger Zigaretten­fabrik. 1923 heiratet sie den nieder­län­di­schen Elek­tro­meis­ter Evert Peters, der später Pächter eines Licht­spiel­thea­ters in Zwönitz im Erz­gebirge wird. 

Katharina Peters, die dort als Kas­sie­re­rin arbeitet, wird am 10. Sep­tem­ber 1943 fest­ge­nom­men. Ihr wird vorgewor­fen, im Vor­raum des Kinos gegen­über einem Front­sol­daten erklärt zu haben, dass die Wehr­macht aus Feig­lin­gen bestehe, das Volk absichtlich ver­dummt werde und dass Deutsch­land den Krieg ver­lie­ren müsse. 

Obwohl Katharina Peters die Aus­sagen bis zuletzt be­strei­tet und außer dem Sol­daten keine weiteren Zeu­gen ge­hört werden, wird sie am 23. August 1944 vom 6. Se­nat des „Volks­ge­richts­hofs” zum Tode verurteilt. 

Katharina Peters wird am 29. Sep­tem­ber 1944 im Straf­gefäng­nis Berlin-Plöt­zen­see ermordet.

Katharina Peters

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