zu den Biografien

Martha Neuffer

geb. Neuffer

9. August 1915, Holzgerlingen – 20. Juni 2009, Holzgerlingen

Martha Neuffer wächst in Holz­ger­lin­gen bei Stuttgart auf. Nach der Volks­schule er­lernt sie den Be­ruf der Kon­to­ristin. Mit 15 Jah­ren lässt sich Martha Neuffer als Zeu­gin Je­ho­vas tau­fen und ist schon bald im Predigt­dienst, der Tür-zu-Tür-Mission, tä­tig.

Wir konnten Hitler nicht wählen, denn wir hatten ja schon gewählt, dass wir für Gott sind.

Mertha Klenk, geb. Neuffer, in einem Inter­view der USC Shoah Foundation, 20. Oktober 1997

Nach dem Ver­bot der Glau­bens­ge­mein­schaft versammeln sich 1934 Mit­glie­der der „Hitler-Jugend“ und SA vor ihrem Eltern­haus. Martha Neuffer wird be­droht und als „Landes­verräter­in“ be­schimpft. Davon lässt sie sich je­doch nicht ein­schüch­tern. Sie ist weiter für die Zeu­gen Je­ho­vas aktiv, nun je­doch im Ge­hei­men. Sie fer­tigt Ko­pien von Schrif­ten der Zeu­gen Jeho­vas an und be­tei­ligt sich 1936 an der Ver­brei­tung von Flug­blättern. Martha Neuffer muss immer wieder die Ar­beits­stelle wechseln, weil sie den „Hitlergruß“ oder das Sing­en von national­sozialis­tisch­en Lie­dern ver­wei­gert.

An­fang 1940 wird Martha Neuffer von der Ge­sta­po fest­ge­nommen, schwer miss­han­delt und vom Sonder­gericht Stutt­gart zu ein­einhalb Jah­ren Ge­fäng­nis ver­ur­teilt. Auch nach der Haft­strafe hält sie an ihrem Glau­ben fest.

In der Nach­kriegs­zeit lernt Martha Neuffer ihren spä­te­ren Ehe­mann Friedrich Klenk kennen, der auch den Zeugen Jehovas an­ge­hört und den sie 1952 hei­ra­tet.

Martha Neuffer