zu den Biografien

Hilda Monte

geb. Meisel

31. Juli 1914, Wien – 17. April 1945, Tisis

Hilde Meisel wächst in einer jüdi­schen Familie der Berliner Mittel­schicht auf. Bereits als 15-Jährige schließt sie sich dem Inter­nationalen Sozialis­tischen Kampf­bund (ISK) an und arbeitet 1932/33 für dessen Tages­zeitung „Der Funke“. 1934 geht sie nach Paris ins Exil, wählt dort den Namen Hilda Monte und emigriert 1936 nach London. Hier publiziert sie in den folgenden Jahren zahl­reiche Artikel und ver­fasst Manu­skrip­te für Rundfunk­sendungen der BBC. Darin be­richtet sie über den Terror durch den National­sozia­lismus und warnt vor dem drohenden Krieg.

Hilda Monte reist bis 1939 mehr­fach illegal nach Deutsch­land, um dort Wider­stands­kämpferin­nen und –kämpfer des ISK mit Geld und Infor­mationen zu ver­sorgen. Sie ent­wickelt konkrete Kon­zep­te für eine fö­de­ra­le euro­päische Ge­mein­schaft mit dem Ziel der Friedens­sicherung in Europa nach dem Krieg. 

Diese veröffentlicht sie 1943 in ihrem Werk „The Unity of Europe“.

Europäische Einheit … kann nicht alle Probleme lösen; sie ist aber eine notwendige Bedingung für die Lösung.

Hilda Monte in „The Unity of Europe“, 1943

Anfang 1945 kommt Hilda Monte der Bitte öster­reichischer Sozia­lis­tinnen und Sozia­lis­ten nach, Ver­bindung mit dem Wider­stand in Vorarlberg auf­zu­nehmen. Auf dem Rückweg von Öster­reich wird sie an der Grenze zu Liechten­stein im April 1945 fest­ge­nommen und bei einem Flucht­versuch er­schos­sen.

Hilda Monte