zu den Biografien

Else Klopsch

12. Mai 1906, Berlin – 16. März 1960, Berlin

Else – ge­nannt Eddy – Klopsch wird in Berlin ge­bo­ren und wächst in Mitte auf. 1939 lernt sie in ihrem Wohn­haus in der Oranien­bur­ger Straße ihre spä­te­re Lebens­gefähr­tin Hilde Radusch kennen, die als be­kannte Kommunistin stän­diger Ver­fol­gung aus­ge­setzt ist. Die schwer be­hin­der­te Else Klopsch schützt ihre Part­nerin in den fol­gen­den Jahren mehr­fach vor Fest­nahmen.

Zu Be­ginn des Zweiten Weltkriegs be­schließt Eddy Klopsch einen Mittags­tisch zu gründen. Ent­gegen der antisemi­tischen Ver­ord­nungen be­kommen in der „Lothringer Küche“ auch Jüdinnen und Juden eine Mahl­zeit. 1941 er­wer­ben Else Klopsch und Hilde Radusch ein Lauben­grundstück in Prieros (Brandenburg), das als Ver­steck für Ver­folg­te dient. Als Else Klopsch im Au­gust 1944 von einer Be­kannten vor der bevor­stehen­den Fest­nahme Hilde Raduschs ge­warnt wird, tauchen sie zu­sammen in der Laube unter. Sie über­leben dort die letzten Kriegs­monate trotz Hun­ger und Kälte.

Nach Kriegs­ende leben die beiden ge­mein­sam in West-Berlin. Als gleich­geschlecht­liches Paar fort­laufend dis­kriminiert, wird ihnen die An­er­kennung als „Opfer des Faschismus“ ver­wehrt. 

Else Klopsch stirbt be­reits 1960.

Else Klopsch