zu den Biografien

Emma Gumz

geb. Rieck

31. Dezember 1899, Graben, Kreis Neustettin – 5. Januar 1981, Berlin

Emma Gumz be­treibt mit ihrem Mann Franz eine Wä­scherei in Berlin-Char­lotten­burg. Das Ehe­paar gehört der Re­li­gions­gemein­schaft Zeugen Jehovas (ab 1931 Ernste Bibel­forscher) an. Sie leh­nen den National­sozialis­mus ab. Zu ihren Kun­din­nen ge­hört auch Ella Deutschkron. Emma Gumz be­dient Familie Deutsch­kron auch noch, als nach 1933 Jü­din­nen und Juden immer mehr aus­ge­grenzt werden.

Ende 1942 be­rich­tet ein Soldat aus der Nach­bar­schaft Familie Gumz über die Massen­morde an Jü­dinnen und Juden im deutsch be­setz­ten Polen. Emma Gumz rät Ella Deutschkron, mit ihrer 19-jährigen Tochter Inge unter­zu­tauchen. Emma und Franz Gumz bieten Mutter und Tochter ein Ver­steck in ihrer Woh­nung an. Am 15. Januar 1943 be­zie­hen Ella und Inge Deutschkron eine Kammer hinter dem Wä­scherei­betrieb. 

Als nach eini­gen Wochen eine Nach­barin auf sie auf­merk­sam wird, müssen sie ein anderes Quar­tier suchen. Emma Gumz unter­stützt sie weiter und ver­sorgt Ella und Inge Deutschkron sowie weitere Ver­folg­te mit Lebens­mitteln. 

1971 wird Emma Gumz von der israe­li­schen Gedenk­stätte Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ aus­ge­zeich­net.

Emma Gumz