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Biografie

Isa Gruner

14. November 1897, Wilhelmshaven – 20. August 1989, Berlin (West)

Porträt von Isa Gruner. Eine mittelalte Frau mit kurzem, gescheiteltem Haar blickt ernst an der Kamera vorbei.

Isa Gruner wächst in Hannover und Berlin auf. Nach ihrem Schul­ab­schluss ab­sol­viert sie eine Aus­bil­dung zur Kin­der­gärt­ne­rin am Pes­ta­lozzi-Fröbel-Haus in Berlin. Am Sozial­päda­go­gi­schen Semi­nar macht sie eine Aus­bil­dung als Wohl­fahrts­pfle­gerin und freun­det sich mit der Grün­derin des Seminars Anna von Gierke an. Nach dem Ab­schluss ihrer Aus­bildung 1922 arbeitet Isa Gruner in Guben und kehrt 1927 nach Berlin zurück.

1933 wird ihre Kollegin und Freundin Anna von Gierke auf­grund ihrer jü­disch­en Her­kunft all ihrer Ämter ent­hoben. Darauf­hin über­nimmt Isa Gruner die Leitung des Land­jugend­heims in Finkenkrug. Dort bringt sie mehrere ver­folgte jü­dische Kinder unter. Mit­hilfe von Quäker­innen und Quäkern können einige dieser Kinder mit Kinder­trans­porten nach Groß­britannien in Sicher­heit ge­bracht wer­den. 

Außer­dem über­nimmt Isa Gruner die Vor­mundschaft des in Finkenkrug unter­getauchten jü­dischen Mädchens Christa Schmey, dessen Mutter 1942 im Konzen­trations­lager Ravens­brück er­mor­det wird. Christa Schmey überlebt.

Nach dem Zweiten Welt­krieg baut Isa Gruner das Land­jugend­heim in Finkenkrug aus. 1950 ver­lässt sie das nun in der DDR liegende Heim und geht nach West-Berlin. Dort ist sie weiter als Sozial­päda­gogin tätig.

Porträt von Isa Gruner. Eine mittelalte Frau mit kurzem, gescheiteltem Haar blickt ernst an der Kamera vorbei.

Isa Gruner 

Weiterführendes

Heinrich-Wilhelm Wörmann: Widerstand in Charlottenburg in: Gedenkstätte Deutscher Widerstand (Hg.): Schriftenreihe über den Widerstand in Berlin 1933 bis 1945 (2. Auflage, Band 5), Berlin 1999, S. 203-207 

Erika Paul: Zwischen Sozialgeschichte und Fluchtort. Das Landjugendheim Finkenkrug und seine mutigen Frauen, Berlin 2013