zu den Biografien

Fancia Grün

geb. Glück

22. August 1904, Stryj – 3. März 1945, Theresienstadt

Fancia Grün ar­beitet als Se­kre­tärin bei der Jü­di­schen Ge­meinde Berlin. Dort schreibt sie auch De­porta­tions­listen. Sie ist deshalb, wie auch ihr Freund Werner Scharff, über be­vorstehen­de De­portationen in­for­miert. Am 10. Juni 1943 taucht sie mit Werner Scharff un­ter. Fancia Grüns Ver­steck­orte sind nicht be­kannt. 

Im Juli werden Fancia Grün und Werner Scharff fest­ge­nom­men und am 4. August 1943 in das Ghetto Theresien­stadt deportiert. Nach vier Wochen ge­lingt ihnen dort die Flucht. Sie ver­stecken sich bei Familie Winkler in Lucken­walde.

Werner Scharff und Hans Winkler be­schließen, Jü­din­nen und Juden zu hel­fen und mit Flug­blättern zum Wider­stand gegen das NS-Regime auf­zu­fordern. Sie grün­den die Wider­stands­gruppe Ge­mein­schaft für Frieden und Aufbau. Die rund 30 Mitglieder stammen aus dem Freundes­kreis der beiden Grün­der. Auch Fancia Grün be­teiligt sich an den Aktionen der Wi­derstands­gruppe.

Im Herbst 1944 wird die Gruppe von der Ge­stapo entdeckt. Fancia Grün wird im Oktober 1944 vor dem Rathaus Treptow in Berlin fest­genommen und zu­nächst im Ge­fäng­nis am Alexander­platz fest­gehalten. 

Am 3. März 1945 wird Fancia Grün in der „Kleinen Festung“ in Theresien­stadt er­mordet.

Fancia Grün