zu den Biografien

Emmy Damerius-Koenen

geb. Zadach

15. März 1903, Berlin – 21. Mai 1987, Berlin

Emma Zadach wächst in einer Ar­beiter­familie mit drei Ge­schwistern auf. Nach dem Schul­besuch ar­beitet sie als Werk­statt­schrei­berin und an­schlie­ßend als An­gestellte bei ver­schie­denen Ver­la­gen. Als junge Frau tritt Zadach in den Kom­munis­tischen Jugend­ver­band Deutsch­lands (KJVD) und die KPD ein. 1942 hei­ra­tet sie Helmut Damerius. Dass Paar be­kommt einen Sohn, der 1925 im Alter von nur acht Mona­ten ver­stirbt. Die Ehe wird 1929 wieder ge­schieden.

Ab Ende der 1920er Jahre ist Emmy Damerius beruf­lich für die kom­mun­istische Bewe­gung tätig. Sie ar­bei­tet als Steno­typistin und dann als Journa­listin für die KPD-nahe Zeitung „Welt am Abend“. Bei der letzten Reichs­tags­wahl am 5. März 1933 wird sie für die KPD in den Preu­ßischen Land­tag ge­wählt, kann diesen Pos­ten aber wegen der Zer­schlagung der KPD und der Ent­mach­tung des Parla­ments nicht mehr wahr­nehmen.

Emmy Damerius ist nun im Wider­stand gegen das national­sozialis­tische Re­gime aktiv. Im Sommer 1934 flieht sie auf­grund des stei­genden Ver­folgungs­drucks über die Tsche­chos­lowa­kei in die So­wjet­union und arbeitet dort im Frauen­sekre­tariat der Kom­mun­istischen Inter­nationale (Komintern) mit. Sie wird in den fol­gen­den Jahren in den KPD-Lei­tun­gen in Prag, Zürich und Paris ein­ge­setzt. 

Gemein­sam mit ihrem neuen Part­ner und spä­te­ren Ehe­mann Wilhelm Koenen emi­griert sie 1938 nach Groß­bri­tan­nien. Im Mai 1940 in London ver­haftet, bleibt Emmy Damerius bis 1941 inter­niert. Nach ihrer Ent­lass­ung ist sie in der Freien Deutschen Bewe­gung Groß­britan­ni­ens aktiv. 

Im De­zem­ber 1945 kehrt Emmy Damerius-Koenen mit ihrem Mann nach Deutsch­land zurück. Sie ist Mit­be­grün­de­rin des Demo­kratisch­en Frauen­bundes Deutsch­lands (DFD) und ar­beitet als Re­dak­teurin sowie als frei­schaffende Auto­rin. 

Emmy Damerius-Koenen