zu den Biografien

Felicitas Baumann

17. Oktober 1928, Petershagen – 28. Januar 2023, Berlin

Die Schülerin Felicitas Baumann lebt in Peters­hagen bei Berlin. Im Jahr 1936 ver­liert sie beide Eltern durch Krankheit. Ihre Groß­mutter Lydia Hocke nimmt sich ihrer an, wäh­rend ihr Bruder Heinz zu Ver­wandten nach Neustadt/Dosse kommt.

Im März 1943 bringt Lydia Hocke die jü­dische Unter­ge­tauchte Chawa Berman im Nach­bar­haus unter und versorgt sie. Die 15-jährige Felicitas Baumann ist in das Ge­schehen ein­geweiht und hilft mit. Sie weiß, dass sie mit nie­mandem darüber spre­chen darf und hält sich daran. Felicitas Baumann fährt mehr­fach nach Berlin in ein be­stimmtes Ge­schäft, in dem sie Lebens­mittel für Chawa Berman erhält.

Am 21. April 1945 befreit die Rote Armee Peters­hagen. Felicitas Baumann erlebt die Be­freiung in einem Luftschutz­bunker. Die unter­getauchte Chawa Berman gibt sich auf Russisch als über­lebende Jüdin zu erkennen. Alle Bunker-Insass­innen und Insassen bleiben so vor Gewalt­taten bewahrt.

Felicitas Baumanns Groß­mutter stirbt im Juni 1945 an der Ruhr. Ganz auf sich gestellt, ver­kauft Felicitas Baumann das Haus, hei­ratet 1947 und zieht nach Egger­sdorf.

Felicitas Baumann