zu den Biografien

Eva Schulze-Knabe

geb. Knabe

11. Mai 1907, Pirna – 15. Juli 1976, Dresden

Eva Knabe wächst in einem bür­ger­lichen Eltern­haus in Pirna auf.  Sie be­ginnt ein Stu­dium an der Aka­demie für Grafik und Buch­kunst in Leipzig und wech­selt 1928 an die Dresdner Kunst­akad­emie. In Leip­zig lernt sie ihren Mit­stu­denten Fritz Schulze kennen, den sie 1931 hei­ra­tet. 

Das Paar schließt sich der „Assoziation Revo­lutionärer Bil­den­der Künstler” (ASSO) an, die 1928 von Künstlerinnen und Künstlern ge­grün­det worden ist, die der KPD nahe stehen. 1931 wird Eva Schulze-Knabe Mit­glied der KPD und über­nimmt in ihrer Dresdner Orts­gruppe Funktionen für Agi­ta­tion und Pro­pa­ganda.

Nach 1933 ist das Künstler­paar von einer Ver­haf­tung be­droht und ver­sucht in Leipzig unter­zu­tauchen. Sie bemühen sich darum, die poli­ti­schen Struk­turen der KPD auf­recht­zu­er­halten und sind an der Her­stellung und Ver­breitung von Flugblättern beteiligt. Im September 1933 werden sie das erste Mal fest­genommen und im „Schutz­haft­lager” Burg Hohnstein in­haf­tiert. 

Eva Schulze-Knabe hält auch nach ihrer Haft­ent­lassung im August 1934 den Kon­takt zu einem Kreis ehe­mali­ger Ge­nossinnen und Ge­nossen auf­recht. Dieser trifft sich im Haus des Paares, dis­kutiert und hört ge­mein­sam aus­ländische Sen­der. Zudem be­teiligt sie sich an Spenden­samm­lungen für die Familien In­haf­tierter sowie für die Unter­stützung der Inter­natio­nalen Bri­ga­den im Spa­nischen Bür­ger­krieg.  

Eva Schulze-Knabe wird am 29. Januar 1941 fest­ge­nom­men und am 13. März 1942 vom „Volksgerichtshof”  zu einer lebens­langen Zucht­haus­strafe ver­urteilt. Fritz Schulze erhält im selben Pro­zess ein Todes­urteil. Er wird am 5. Juni 1942 im Straf­ge­fäng­nis Plötzen­see er­mordet.

Nach ihrer Be­freiung aus dem Zucht­haus Wald­heim 1945 lebt sie als frei­schaffende Künst­lerin  in Dresden. Sie setzt sich in ihrer Kunst der Nach­kriegs­zeit mit der Erfahrung des National­sozia­lismus aus­ein­ander. Ab Mitte der 1950er Jahre wird ihr Werk zu­neh­mend ge­wür­digt und sie wird zu einer der staats­tra­gen­den Künstler­innen der DDR.

Eva Schulze-Knabe